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EUROIMMUN AG


Die EUROIMMUN AG

Als einer der weltweit führenden Hersteller im Bereich der medizinischen Labordiagnostik steht die
EUROIMMUN AG für Innovationen. Mehr als 3.100 Mitarbeiter in 17 Ländern entwickeln, produzieren und vertreiben Testsysteme, mit deren Hilfe Krankheiten diagnostiziert werden können, sowie Software- und
Automatisierungslösungen zur Durchführung und Auswertung der Tests. Mit EUROIMMUN-Produkten diagnostizieren Laboratorien in über 150 Ländern Autoimmun- und Infektionskrankheiten sowie Allergien und führen Gen-Analysen durch.

Die Firma wurde 1987 aus der Universität zu Lübeck (Schleswig-Holstein / Deutschland) heraus gegründet. Seit 2018 ist das US-amerikanische Unternehmen PerkinElmer, Inc. Alleinaktionär von EUROIMMUN. PerkinElmer ist international führend im Bereich der Medizin- und Biotechnologie. Das Unternehmen mit Hauptsitz in
Waltham (Massachusetts) beschäftigt weltweit 13.000 Mitarbeiter und bietet mit innovativen Nachweis-, Bildgebungs- und Informatiksystemen eine umfangreiche Expertise in der Diagnostik, medizinischen Forschung und Umwelt- und Lebensmittelanalytik. PerkinElmer, Inc. gehört dem S&P-500-Index an.

Die Erfindung der BIOCHIPs (1983) gehört zu den ersten großen Pionierleistungen von EUROIMMUN. Heute verfügt die Firma über weitgehend vollautomatische BIOCHIP-Fragmentier- und Bestückungsmaschinen aus eigener Entwicklung und Fertigung, die weltweit zum Einsatz kommen. Daneben beherrscht das Unternehmen ein vielseitiges Technologiespektrum, durch das es fundamentale Neuentwicklungen in der medizinischen Labordiagnostik angestoßen und mitgetragen hat. Beispiele sind die molekularbiologische Synthese von
Designer-Antigenen, die computergestützte Immunfluoreszenz-Mikroskopie (CAIFM) und die Entwicklung
multiparametrischer Microarrays zur Identifikation von Gen-Polymorphismen und Krankheitserregern.

Hohe Fachkompetenz und ständige Weiterbildung sind für die Anwendung und den Vertrieb der Produkte von zentraler Bedeutung. In der EUROIMMUN Academy werden jährlich über 1.000 Kunden aus mehr als 100 Ländern geschult. Zudem gibt es Ausbildungslaboratorien in mehreren Ländern. Des Weiteren organisiert das im Unternehmen eingerichtete, akkreditierte „Institut für Qualitätssicherung“ Ringversuche und trägt dazu bei, den Qualitätsstandard externer Laboratorien auf einem hohen Niveau zu halten.

Der Grundlagenforschung widmet sich das zu EUROIMMUN gehörende „Institut für experimentelle Immunologie“. Das Institut unterhält weltweit Kooperationen mit Universitäten, Kliniken und renommierten
Forschungseinrichtungen, aus welchen wiederum viele Diplom- und Promotionsarbeiten resultieren.
EUROIMMUN ist ISO-zertifiziert (EN ISO 13485:2016, ISO 9001:2015, MDSAP) und hat erfolgreich internationale Inspektionen (FDA, ANVISA, KGMP, UMCC, u. a. m.) absolviert. Einen besonderen Service leistet das mit dem Unternehmen kooperierende Klinisch-immunologische Labor Prof. Dr. med. Winfried Stöcker, das den EUROIMMUN-Kunden eine schnelle, differenzierte Diagnostik anbietet und täglich für mehrere hundert
Patientenproben schwierige Befundkonstellationen aufklärt.

Ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften deckt die EUROIMMUN AG nicht nur über Auftritte bei Personal- und Fachmessen sowie Anzeigen, sondern auch indem sie aktiv ausbildet und duale Studiengänge anbietet. Neben der Berufsschule werden den Auszubildenden ein umfassendes praktisches und theoretisches Programm sowie eine intensive Betreuung im Arbeitsalltag geboten. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 3.100 Angestellte, 112 von ihnen befinden sich in der Ausbildung. 1.501 Mitarbeiter haben eine akademische Ausbildung, 206 sind promoviert. Der Frauenanteil beträgt knapp 60 Prozent.

Im Unternehmen herrscht eine produktive Atmosphäre, die von Offenheit und gegenseitiger Achtung geprägt ist. Bei EUROIMMUN erwartet Bewerber ein unbefristeter Arbeitsvertrag. Alle Mitarbeiter erhalten Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge und Prämien für herausragende Leistungen sowie die Möglichkeit, sich regelmäßig fortzubilden. Im erstklassigen Betriebsrestaurant stehen den Mitarbeitern täglich frisch zubereitete Gerichte zur Auswahl. Von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort wird der Nachwuchs liebevoll betreut, während die Eltern ganz in der Nähe arbeiten.

Autoimmundermatosen

Klinische Bedeutung 

Bullöse Autoimmundermatosen sind seltene blasenbildende Erkrankungen der äußeren Haut und der angrenzenden Schleimhäute. Sie sind charakterisiert durch die Bildung von Autoantikörpern (AAk) gegen Strukturproteine der Haut. Diese Strukturproteine vermitteln den Zell-Zell-Kontakt der Keratinozyten innerhalb der Epidermis sowie die Adhäsion der Epidermis auf der Dermis. Bullöse Autoimmundermatosen werden anhand der Zielantigene und der Lokalisation der Blasen in folgende vier Hauptgruppen unterteilt: 

  • Pemphigus-Erkrankungen: Desmoglein 1 (Dsg1), Desmoglein 3 (Dsg3), verschiedene Plakine (v. a. Envoplakin) 

  • Pemphigoid-Erkrankungen: BP180, BP230, Laminin 332 

  • Epidermolysis bullosa acquisita: Kollagen Typ VII 

  • Dermatitis herpetiformis Duhring: Endomysium (Gewebs-/epidermale Transglutaminase), deamidierte Gliadinpeptide (GAF-3X) 

Diagnostik 

Die Diagnose der blasenbildenden Autoimmundermatosen erfordert sowohl den Nachweis gewebegebundener AAk mittels direkter Immunfluoreszenz als auch die Bestimmung zirkulierender AAk. Die im Patientenserum zirkulierenden spezifischen AAk gegen epidermale Antigene (Stachelzell-Desmosomen und epidermale Basalmembran) werden mit Gewebeschnitten von Primatenösophagus (oder Zunge) im indirekten Immunfluoreszenztest (IIFT) nachgewiesen. Für die weitere Differenzierung von Autoantikörpern gegen Basalmembranstrukturen werden Gefrierschnitte mit NaCl-separierter Primatenspalthaut eingesetzt. Die endgültige Diagnosestellung erfolgt in Zusammenschau des klinischen Bildes mit dem Nachweis von AAk gegen die einzelnen Zielantigene mittels IIFT sowie monospezifischer ELISA- oder Immunblot-Untersuchungen. 

Patienten, die an einem bullösen Pemphigoid (BP) leiden, weisen AAk gegen BP180 und häufig auch BP230 auf. Der Serumspiegel der AAk gegen BP180 korreliert mit der Krankheitsaktivität des BP, der Serumspiegel der AAk gegen BP230 mit der Dauer der Erkrankung. Autoantikörper gegen Desmoglein 1 und 3 sind Marker für Pemphigus- Erkrankungen. Zum Nachweis zirkulierender AAk hat sich beim Pemphigus der IIFT bewährt. Der ELISA ist bezüglich Sensitivität und Spezifität dem IIFT gleichwertig, wenn rekombinantes Desmoglein 1 und rekombinantes Desmoglein 3 verwendet werden. Die Höhe der Anti-Dsg1- und Anti-Dsg3-Antikörpertiter korreliert weitgehend mit der Schwere der Erkrankung, der Krankheitsaktivität und dem Behandlungserfolg. Die Bestimmung von AAk gegen Envoplakin trägt zur Diagnose eines paraneoplastischen Pemphigus (PNP) und zur differenzialdiagnostischen Klärung bei. Der Nachweis von Autoantikörpern gegen Kollagen Typ VII sichert die Diagnose der EBA und ermöglicht die Abgrenzung zu anderen bullösen Autoimmundermatosen